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3 freie Plätze

Der ängstliche Hund aus der Perspektive von Neurobiologie und Klinischer Psychologie
Die Fortbildung wird als Nachweis, mit 6,5 Stunden von der
Tierärztekammer Schleswig Holstein + Niedersachsen anerkannt


Referent(in): Dipl. Psych. Robert Mehl
Termin: 16. Februar 2020
Dauer: 10-00 - 17:30 Uhr

Kosten: 120,00 € / Person, inkl. Teilnahmebestätigung,  Nachbereitung der Unterlagen per PDF (sofern vom Referenten vorgesehen) und inkl.  MwSt.

Art der Veranstaltung: Theorie 
Interessant für: Hundetrainer -ambitionierte Hundehalter - Tierheimmitarbeiter

Veranstaltungsort:
Seminarräume - PET-TREFF
in 35781 Weilburg

Anfahrtsbeschreibung
Unterbringungen
Rabatte



Hunde sind bei uns herzlich Willkommen!
Wenn Sie mehr als einen Hund mit bringen, sprechen Sie sich bitte mit mir ab.

Seminarinhalte - Kurzbeschreibung

Der ängstliche Hund aus der Perspektive von Neurobiologie und Klinischer Psychologie
Wie entwickelt sich eigentlich Angst im Körper und Gehirn eines Hundes? Und warum funktionieren einige Trainings- und Therapieansätze so gut und andere gar nicht?
Wir nehmen die Frage nach der Angst von zwei Seiten in die Zange: Robert Mehl gibt aus neuropsychologischer Sicht tiefe Einblicke in das System der Neurotransmitter, die als Botenstoffe im Gehirn arbeiten und ihre Zusammenarbeit mit Nervensystem und Stresshormonen im Körper. Auf der anderen Seite beleuchten wir die psychodynamischen Faktoren, die bei Angst eine Rolle spielen wie Stressoren, Persönlichkeit, Selbstwirksamkeitserleben und Bindungserfahrungen. 

Damit niemand unterwegs verloren geht, beginnen wir mit einer kleinen Einführung in die Neuroanatomie des Hundes, so dass sich jeder Teilnehmer nach kurzer Zeit im Gehirn seines Hundes zurechtfindet. 

Dann kommen die Stressoren und verschiedene Stressmodelle ins Spiel. Wir identifizieren, welche Hormone Angstsymptome verstärken, welche gegensteuern können und wie man als Hundehalter und Hundetrainer gezielt oder versehentlich auf Gas und Bremse treten kann. 
Weil einige Hormone auch als Neurotransmitter im Gehirn wirken und das Gehirn seinerseits die Ausschüttung von Hormonen steuern kann, steht als nächstes ein Besuch in diesem komplexen Organ auf dem Plan. Wir suchen nach der Quelle der Angst tief im Gehirn und erforschen ihre Beziehung zum Hormonsystem am Beispiel der Stresshormonachse. Schnell wird verständlich, wie es zu den manchmal sehr beeindruckenden körperlichen Begleiterscheinungen von Angst kommt.
Wir besprechen dann das Thema Angsterkrankungen und grenzen diese von „normaler“ Angst ab. An dieser Stelle sprechen wir auch über die Wirkung von (Verhaltens-) Therapie und Psychopharmaka, Genetik und Epigenetik.

Am Ende des Seminars verstehen die Teilnehmer das komplexe Zusammenspiel von Gehirn und psychodynamischen Wirkfaktoren beim Erleben der Angst. Halter von ängstlichen Hunden und Trainer können sich eine eigene, kritische Meinung zu den auf dem Markt angebotenen Trainings- und Therapievorschlägen bilden und gezielter die passenden Ansätze für ihren Hund auswählen. 

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die psychodynamischen und neuropsychologischen Zusammenhänge von Angst und Angststörungen interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden, so dass die Teilnehmer erste eigene Ideen für Trainings- und Therapieansätze entwickeln und die Qualität vorhandener Trainings- und Therapiemethoden kritisch beurteilen können. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.


Profil des Referenten/der Referentin

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