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7 Plätze frei

Stereotypien – Zwangserkrankungen, verhaltensbezogene Süchte + selbst verletzendes Verhalten bei Hunden aus Sicht der klinischen Humanpsychologie

Die Fortbildung wird als Nachweis, mit 8 Stunden von der 
Tierärztekammer Schleswig Holstein anerkannt


Referent(in): Dipl. Psych. Robert Mehl
Termin: 15. Februar 2020
Dauer: 09.00- 18.00 Uhr 
Kosten: 120,00 € / Person,  inkl. Teilnahmebestätigung,  Nachbereitung der Unterlagen per PDF (sofern vom Referenten vorgesehen) und inkl.  MwSt.

Art der Veranstaltung: Theorie 
Interessant für: Hundetrainer -ambitionierte + betroffeneHundehalter - Tierheimmitarbeiter, Pensionsinhaber 

Veranstaltungsort:
Seminarräume - PET-TREFF
in 35781 Weilburg

Anfahrtsbeschreibung
Unterbringungen
Rabatte


Hunde sind bei uns herzlich Willkommen!
Wenn Sie mehr als einen Hund mit bringen, sprechen Sie sich bitte mit mir ab.

Seminarinhalte-Kurzbeschreibung

Stereotypes, sich ständig wiederholendes, scheinbar sinnloses und nicht selten schädliches Verhalten bei Hunden kann viele Ursachen haben und tritt als Symptom bei verschiedenen psychischen Störungen auf. Zwangserkrankungen, verhaltensbezogene Süchte („Balljunkie“) und selbstverletzendes Verhalten sind Beispiele dafür.

In diesem Seminar gehen wir den neurobiologischen Ursachen von sogenannten „Stereotypien“ auf den Grund. Nach einer kurzen Einführung in die Unterscheidung von normalem und gestörtem Verhalten werfen wir einen Blick auf den Auslöser der Symptome: das Gehirn. Innerhalb weniger Minuten lernt jeder Teilnehmer, sich im Gehirn anhand auffälliger Landmarken neuroanatomisch zurechtzufinden und versteht die Funktionsweise und das Zusammenspiel der Neurotransmitter. 

Danach befassen wir uns – ausgehend von der klinischen Humanpsychologie – überblicksweise mit den Symptomen und Ursachen der oben genannten Störungen: Zwangsstörungen und verhaltensbezogene Suchterkrankungen. Wir besprechen in diesen Zusammenhängen auch die Symptome und einige Ursachen des selbst verletzenden Verhaltens. Dabei wird das komplexe Zusammenspiel von Neuroanatomie, Hirnfunktionen, Hirnstoffwechsel und Verhalten deutlich. Einflüsse von Umwelt, Lernen und Psychopharmaka auf den Hund werden diskutiert, so dass die Teilnehmer vorhandene Therapieansätze kritisch beurteilen können. 
Zu jeder Störung werden aktuelle Therapieverfahren im Humanbereich vorgestellt und dann betrachten wir, welche Verfahren auf den Hund übertragbar sind. 

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die neurobiologischen Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung psychischer Störungen interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Profil des Referenten/der Referentin

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er ist Dozent und Teamleiter des Bereichs Hundepsychotherapie bei dogument und Dozent bei D.O.G. People. Seit 2016 ist er zudem freiberuflich als Referent sowie Coach und Systemischer Berater tätig.

Er studierte in Magdeburg, Tucson (Arizona, USA) und Hamburg und war anschließend Mitarbeiter an der Universität Magdeburg im Fachbereich Klinische Psychologie mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression", Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln und leitete Seminare zum Thema Diagnostik und Forschungsmethoden (EEG).

Mit therapeutischen Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ (dogument) arbeitete er als Psychologe und Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt mit jungen Straftätern.

Als Leiter des Kriminologischen Dienstes des Landes Sachsen-Anhalt arbeitete er u.a. an der Entwicklung von VBA-Lösungen zur computergestützten, standardisierten Diagnostik und leitete kriminologische Forschungsprojekte.

Anschließend arbeitete er in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie mit den Schwerpunkten Diagnostik, Familienberatung und Systemische Therapie.

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